Freitag, 10. September 2010, 06:59 UTC+2
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Kadett
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Zitat von »Mark Brandis«
Ich schaltete mich ein -- mit jener beiläufigen Bewegung, mit der man dies zu tun pflegt.
"Kolibri-Tower ruft die Nummer Sieben. Brandis spricht. Können Sie mich noch hören, Romen? Kommen!"
Grischa Romen antwortete nicht, und schon glaubte ich, es hätte ihn bereits so weit hinausgetragen, dass alles Bemühen vergeblich war ... da vernahm ich ihn. Irgendwo, weit, weit von Kolibri-Tower entfernt, einsam unter den Sternen, kaum noch zu hören, erklang eine Mundharmonika.
Die Melodie war mir vertraut. Oft genug hatte ich sie gehört, die alte herausfordernde Zigeunerweise:
Mne wsjo rowno -- Was schert es mich, ob ich lache, ob ich weine ?
Grischa Romen grüßte auf seine Art die Erde. Neben mir hatte jemand plötzlich schwer zu atmen begonnen. Ich drehte mich um. Pieter Jordan war an mich herangetreten, und anfangs begriff ich nicht, was mit ihm vorging. Seine Schultern zuckten.
Ich begriff es erst, als er auf einmal die Hände vor das Gesicht schlug, um seine Tränen zu verbergen.
"Nein", flüsterte er, "nein, das ist nicht wahr, das ist nicht gleichgültig, das kann nicht gleichgültig sein! Sagen Sie ihm das, Sir! Er muss das wissen. Ich weiß das ja auch."
Grischa Romen flog zu den Sternen, und Pieter Jordan, das Monstrum, stand neben mir im Tower und schluchzte wie ein Kind.
Ein neues Glück, ein neues Leid, ich werde es umarmen ...
Für die Nummer Sieben hatte sich die Unendlichkeit aufgetan. Grischa Romen begrüßte sie auf der Mundharmonika.
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Kadett
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Ein Teil der Geschichte und ihres Sinns erschließt sich erst in weiteren Geschichten. Das abrupte Ende war vom Autor beabsichtigt.
Kadett
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Zitat von »"CMB"«
Beispielsweise Marks Sinnieren, dass es im Weltraum keine Atheisten gibt und dann diese Sätze über das Festhalten an der Wiese usw. -- Genial!
Kadett
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Zitat von »"Marius"«
Wie kann er denn ohne Antrieb (denn deswegen sitzt er ja in der Tinte) die Ramm-Manöver gegen den helfenden Kolibri ausführen? Ich lasse mich gerne belehren, denn dann wäre meine Freude an der Folge noch wesentlich größer!
Kadett
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Wer erwartet hat, dass die Drehbuch-Probleme, die Teil 1 leider beherrscht haben, sich in der zweiten Folge auflösen würden, sieht sich leider enttäuscht. Man muss wohl schon einige fragwürdige Handlungsmuster akzeptieren, um in das Hörspiel eintauchen zu können. Personen handeln entgegen den in vorherigen Folgen etablierten Charaktereigenschaften, aber die an manchen Stellen anklingende Kritik an dem verantwortungslosen Vorgehen der VEGA wird durch später folgende versöhnliche Szenen wieder konterkariert, so dass nicht viel davon hängen bleibt. Die Verantwortlichen der VEGA sollen offensichtlich die Guten bleiben. Dem Hörer verbleibt eher ein schaler Nachgeschmack im Mund. Besonders bedauerlich erscheint auch, dass die Auflösung des groß aufgebauten Geheimnisses am Ende regelrecht banal und einfallslos erfolgt, noch dazu ohne jede Dramatik auf einem scheinbaren Nebenschauplatz der Handlung. Es ist bedauerlich, dass nach dem sehr guten Einstieg der Serie mit den Folgen 1 bis 4 jetzt ein solcher relativer Fehlgriff erfolgt.
Trotzdem kann man gespannt sein, wie sich die Serie weiter entwickelt, denn wenn man von dem missglückten Drehbuch absieht, weiß das Hörspiel zu glänzen: die Sprecher sind gut gewählt und spielen ihre Rollen mit Elan und Einsatz, und die Produktion inklusive der Musik ist hervorragend. Von daher müssen die Fans eigentlich nur auf ein besseres Drehbuch hoffen, dann dürfte sich die Serie um Mark Brandis bald wieder auf einem deutlich höheren Level einfinden. (Quelle)
Zitat
Unter neuem Label geht Mark Brandis nun weiter. Die Produktionsfirma bleibt wie eh und je Interplanar Produktion. Geändert hat sich somit nicht viel. Was leider auch geblieben ist, ist eine lahme fast nichtssagende Story um eine Welt im Jahre 2124.
Testakte Kolibri wurde auf zwei Folgen verteilt, doch nur die zweite Folge hat wenigstens ansatzweise Spannungsmomente und Tempo. Folge 1 verliert sich fast nur in sinnlosem Geschwafel verschiedener Charaktere, einschließlich des Ich-Erzählers Mark Brandis alias Michael Lott. Und somit frage ich mich nun nach nunmehr 6 Folgen dieser Serie, was in aller Welt so toll daran sein soll. Die Handlung besteht lediglich darin, dass hin- und wieder ein Testpilot verschwindet, und Spannung kommt erst auf, als Mark selbst in Not gerät. Doch auch dabei werden die Szenen, die Spannung erzeugen sollen, unnötig in die Länge gezogen. Auch wenn ich hiermit vielen Mark Brandis-Fans auf die Füße trete, aber ich kann diese Folgen einfach nicht schön reden, weil ich schlicht kaum etwas Schönes finde. [...] Fazit: Von Folgenreich ist man besseres gewohnt, zu Mark Brandis 5 und 6 jedoch, fällt mir wenig Positives ein. (Quelle)
Zitat
Wie immer ist der Roman sehr durchdacht und geschickt umgesetzt worden, die Sprecher wurden gut gewählt, um den Figuren Charakter zu verleihen, auch ohne dass viel erklärt werden muss. Die Mischung aus Erzählung, Musik und Dialogen zusammen mit den glaubwürdig eingesetzten Soundeffekten erwecken Bilder vor dem inneren Auge des Zuhörers und lassen vor allem die Figuren lebendig werden. Dank der Sprecher spürt man förmlich die Angst und Verzweiflung, aber auch die Hoffnung und Freude in den wenigen Momenten des Glücks. (Quelle)
Zitat
Ein gelungenes Dialogbuch sorgt dafür, dass einem im ersten Teil nicht langweilig wird, obwohl man in Sachen Spannung mit stark angezogener Handbremse startet. Der zweite Teil vermag die in ihn gesetzten Erwartungen absolut zu erfüllen. Bereits der Beginn wartet direkt mit einer enorm starken Szene auf, die heftigst an den Nerven zerrt. Über Funk wird man in Echtzeit Zeuge des neuesten Störfalls. Man spürt die Beklemmung und Anspannung des gesamten Teams. Das Tempo in den Dialogen verschärft sich, die Spannung ist in diesem Moment kaum noch zu steigern. Die Situation an sich ist schon ziemlich beklemmend und erdrückend, wird aber erst durch die großartige Umsetzung zu einem unvergesslichen Hörspielmoment. (Quelle)
Captain
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Ich verstehe das nicht. In den ersten vier Teilen waren sich doch alle einig, dass das Buch so klasse umgesetzt wurde -- wieso jetzt nicht mehr?
Kadett#
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